Lebenswege Initiationen und Körperentpanzerung mit Anke Mrosla

Lebensweg - Anke Mrosla

Begleitung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Die Lebenswege sind eine Heilpraxis für Somatic Experiencing nach Peter Levine, Traumatherapie, Körperentpanzerung mit der Methode der Prozessorientierten Körpertherapie und Lebensberatung, sowie Übergangszeremonien und Übergangsriten. Ausserdem sind sie Schulungsort für schamanistisches Wissen in der Tradition der Rattlesnakeschule der Twisted Hairs.


Newsletter Nr 26 Herbst 2019

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Newsletter Nr 26


Liebe Interessierte, Freunde und Entpanzerte

Der Herbst beginnt, die Felder sind abgeerntet und die Abende bringen frische Kühle. Alles atmet aus nach diesem vollen Sommer. Ich frage mich, was ist die Ernte dieses Sommers? Was ist meine persönliche Ernte und was sehe ich in meiner nahen Umgebung, regional, im Land und in der Welt.

Der Klimawandel ist inzwischen in aller Munde.
Knapp eineinhalb Millionen Menschen waren am vergangenen Freitag in Deutschland auf den Straßen um für eine bessere Klimapolitik zu streiken. Viele Gruppen und Initiativen bilden sich, die auf ihre Art und mit eigenen Schwerpunkten das Umdenken der Gesellschaft zu mehr Nachhaltigkeit, weniger Konsum und einer veränderten Finanzpolitik anmahnen. Damit unsere Kinder und Enkel in einer lebenswerten Welt leben.
Es gibt Lösungen für die anstehenden Fragen, wir brauchen nur den Mut wieder große Visionen zu vertreten. Fridays for Future, Extinction Rebellion und andere Bewegungen widmen sich lautstark und gewaltfrei dem Aufrütteln von Politik und Bevölkerung.

Auf der persönlichen Ebene sehe ich hier im hohen Fläming, der Gegend in der ich lebe, die Entwicklung hin zu etwas, was ich mit dem Begriff „Transition Region“ beschreibe. Vor Jahren war der Begriff Transition Town stark verknüpft mit dem Ort Totnes in England, dessen Einwohner sich bis 2030 vom Erdöl verabschieden und klimaautark werden wollten. 

Für mich ist der Fläming mit der für alternative Lebensstile offenen Grundstimmung, den vielen Initiativen zu kreativen Lebenslösungen wie zB dem HeilOrt und den kleinen und großen Gemeinschaften ein spannendes Beispiel für eine bottom up Veränderung innerhalb einer ganzen Region. Wir leben schon heute gefühlt ein etwas anderes Leben, sind vernetzter, haben mehr Menschen um uns herum, mit denen wir wesentlich sprechen können und machen - häufiger als vielleicht anderswo - die Erfahrung, dass Menschen uns freundlich und hilfsbereit begegnen. Wir finden gemeinsame Werte und vielleicht am Wichtigsten von Allem: viele der hiesigen Menschen haben gelernt miteinander gewaltfrei zu kommunizieren, sich zuzuhören und immer mal wieder zu versuchen, auch eine von der eigenen abweichende Meinung zu verstehen.

In meiner ganz persönlichen Umgebung erlebe ich Ernte gerade als den Reichtum an Freundschaften, die ich pflege. Es gibt Menschen, die ich seit Jahrzehnten kenne, mit denen ich solidarisch für meine Gesundheitskosten aufkomme, Menschen, mit denen ich ohne viele Verträge zusammenlebe und die wissen, wie es mit meinen Finanzen, meinem Besitz und meinem Liebesleben bestellt ist.

Wenn ich mich selbst als Zentrum meiner Welt begreife und um mich herum konzentrische Kreise von Beziehung, dann sieht das wie folgt aus:

ICH                                    

Familie & nahe Freunde    Menschen, mit denen ich durch Blutsband oder meine Wahl aus Liebe  
                                          verbunden bin.       

Freunde & Bekannte         Menschen, mit denen ich zu bestimmten Anlässen oder in Projekten   
                                          verbunden bin. 

Region                               zugehörig durch das Vertrautsein mit den selben Orten, Straßen und 
                                          geteilten öffentlichen Räumen.

Land                                  gemeinsame Sprache, Sitten und kulturelle Gewohnheiten.

Welt                                   wir teilen die Welt und sind Menschen mit universell ähnlichen 
                                          Bedürfnissen, Wünschen und Ängsten.

 

 

 

 

 

Wie wäre es, wenn ich - eingebettet in meine nahen Beziehungen - die Kraft und den Mut hätte, mich immer wieder mit meinem Fühlen in die überpersönlichen Kreise von Region, Land und Welt auszudehnen. Wie würde das mein Mitgefühl mit den Menschen überall auf der Welt stärken und welchen Einfluss hätte es auf mein Handeln? Ich stelle mir selbst diese Fragen und diskutiere sie mit meinen Freunden. Es braucht gute nährende Beziehungen, um sich mit Mut und Hoffnung der Welt zu stellen. Wir brauchen diesen Mut, damit auch die kommenden Generationen fruchtbaren Boden vorfinden in einer lebendigen Natur. Ich wünsche uns allen die Verbindung mit lebensfrohen und aufmerksamen Freunden, mit Menschen, die genug Ressourcen haben, um sich solidarisch und im Bewusstsein unserer gegenseitigen Abhängigkeit für die nächsten 7 Generationen einzusetzen.

AM

 

Mein besonderes Angebot:

Herbstgespräche: SE-Sitzungen zum Kennlerntarif von 40 Euro insbesondere für Menschen, die im Herbst mit Stimmungstiefs und Rückzugstendenzen kämpfen.

Termine nach Vereinbarung

 

Meine aktuelle Literaturempfehlung: Dami Charf: "Auch alte Wunden können heilen". Ich habe es als Hörbuch zu mir genommen und mich sehr an der angenehmen Stimme der Sprecherin erfreut. Das Buch gibt einen einfühlsamen Einblick in die Arbeit mit frühen Traumatisierungen, erläutert anschaulich die gängigen Bindungsstile und die sich daraus entwickelnden Körpercharaktertypen. Es stellt mangelhaften Entwicklungsumständen das Bild von gesunden familiären Beziehungssystemen gegenüber, so dass der Leser oder die Hörerin sich in unterschiedliche "Welten" einfühlen kann. Das Buch lädt ein,  nüchtern und dabei liebevoll in Kontakt zu gehen mit den Erfahrungen der eigenen Kindheit.

 

 

Herbstliche Grüße
Anke Mrosla


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