Lebenswege Initiationen und Körperentpanzerung mit Anke Mrosla

Lebensweg - Anke Mrosla

Begleitung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Die Lebenswege sind eine Heilpraxis für Somatic Experiencing nach Peter Levine, Traumatherapie, Körperentpanzerung mit der Methode der Prozessorientierten Körpertherapie und Lebensberatung, sowie Übergangszeremonien und Übergangsriten. Ausserdem sind sie Schulungsort für schamanistisches Wissen in der Tradition der Rattlesnakeschule der Twisted Hairs.


Newsletter Nr 26


Liebe Interessierte, Freunde und Entpanzerte

 

 

Der Herbst beginnt, die Felder sind abgeerntet und die Abende bringen frische Kühle. Alles atmet aus nach diesem vollen Sommer. Ich frage mich, was ist die Ernte dieses Sommers? Was ist meine persönliche Ernte und was sehe ich in meiner nahen Umgebung, regional, im Land und in der Welt.

Der Klimawandel ist inzwischen in aller Munde.
Knapp eineinhalb Millionen Menschen waren am vergangenen Freitag in Deutschland auf den Straßen um für eine bessere Klimapolitik zu streiken. Viele Gruppen und Initiativen bilden sich, die auf ihre Art und mit eigenen Schwerpunkten das Umdenken der Gesellschaft zu mehr Nachhaltigkeit, weniger Konsum und einer veränderten Finanzpolitik anmahnen. Damit unsere Kinder und Enkel in einer lebenswerten Welt leben.
Es gibt Lösungen für die anstehenden Fragen, wir brauchen nur den Mut wieder große Visionen zu vertreten. Fridays for Future, Extinction Rebellion und andere Bewegungen widmen sich lautstark und gewaltfrei dem Aufrütteln von Politik und Bevölkerung.

Auf der persönlichen Ebene sehe ich hier im hohen Fläming, der Gegend in der ich lebe, die Entwicklung hin zu etwas, was ich mit dem Begriff „Transition Region“ beschreibe. Vor Jahren war der Begriff Transition Town stark verknüpft mit dem Ort Totnes in England, dessen Einwohner sich bis 2030 vom Erdöl verabschieden und klimaautark werden wollten. 

Für mich ist der Fläming mit der für alternative Lebensstile offenen Grundstimmung, den vielen Initiativen zu kreativen Lebenslösungen wie zB dem HeilOrt und den kleinen und großen Gemeinschaften ein spannendes Beispiel für eine bottom up Veränderung innerhalb einer ganzen Region. Wir leben schon heute gefühlt ein etwas anderes Leben, sind vernetzter, haben mehr Menschen um uns herum, mit denen wir wesentlich sprechen können und machen - häufiger als vielleicht anderswo - die Erfahrung, dass Menschen uns freundlich und hilfsbereit begegnen. Wir finden gemeinsame Werte und vielleicht am Wichtigsten von Allem: viele der hiesigen Menschen haben gelernt miteinander gewaltfrei zu kommunizieren, sich zuzuhören und immer mal wieder zu versuchen, auch eine von der eigenen abweichende Meinung zu verstehen.

In meiner ganz persönlichen Umgebung erlebe ich Ernte gerade als den Reichtum an Freundschaften, die ich pflege. Es gibt Menschen, die ich seit Jahrzehnten kenne, mit denen ich solidarisch für meine Gesundheitskosten aufkomme, Menschen, mit denen ich ohne viele Verträge zusammenlebe und die wissen, wie es mit meinen Finanzen, meinem Besitz und meinem Liebesleben bestellt ist.

Wenn ich mich selbst als Zentrum meiner Welt begreife und um mich herum konzentrische Kreise von Beziehung, dann sieht das wie folgt aus:

ICH                                    

Familie & nahe Freunde    Menschen, mit denen ich durch Blutsband oder meine Wahl aus Liebe  
                                          verbunden bin.       

Freunde & Bekannte         Menschen, mit denen ich zu bestimmten Anlässen oder in Projekten   
                                          verbunden bin. 

Region                               zugehörig durch das Vertrautsein mit den selben Orten, Straßen und 
                                          geteilten öffentlichen Räumen.

Land                                  gemeinsame Sprache, Sitten und kulturelle Gewohnheiten.

Welt                                   wir teilen die Welt und sind Menschen mit universell ähnlichen 
                                          Bedürfnissen, Wünschen und Ängsten.

 

 

 

 

 

Wie wäre es, wenn ich - eingebettet in meine nahen Beziehungen - die Kraft und den Mut hätte, mich immer wieder mit meinem Fühlen in die überpersönlichen Kreise von Region, Land und Welt auszudehnen. Wie würde das mein Mitgefühl mit den Menschen überall auf der Welt stärken und welchen Einfluss hätte es auf mein Handeln? Ich stelle mir selbst diese Fragen und diskutiere sie mit meinen Freunden. Es braucht gute nährende Beziehungen, um sich mit Mut und Hoffnung der Welt zu stellen. Wir brauchen diesen Mut, damit auch die kommenden Generationen fruchtbaren Boden vorfinden in einer lebendigen Natur. Ich wünsche uns allen die Verbindung mit lebensfrohen und aufmerksamen Freunden, mit Menschen, die genug Ressourcen haben, um sich solidarisch und im Bewusstsein unserer gegenseitigen Abhängigkeit für die nächsten 7 Generationen einzusetzen.

AM

 

Mein besonderes Angebot:

Herbstgespräche: SE-Sitzungen zum Kennlerntarif von 40 Euro insbesondere für Menschen, die im Herbst mit Stimmungstiefs und Rückzugstendenzen kämpfen.

Termine nach Vereinbarung

 

Meine aktuelle Literaturempfehlung: Dami Charf: "Auch alte Wunden können heilen". Ich habe es als Hörbuch zu mir genommen und mich sehr an der angenehmen Stimme der Sprecherin erfreut. Das Buch gibt einen einfühlsamen Einblick in die Arbeit mit frühen Traumatisierungen, erläutert anschaulich die gängigen Bindungsstile und die sich daraus entwickelnden Körpercharaktertypen. Es stellt mangelhaften Entwicklungsumständen das Bild von gesunden familiären Beziehungssystemen gegenüber, so dass der Leser oder die Hörerin sich in unterschiedliche "Welten" einfühlen kann. Das Buch lädt ein,  nüchtern und dabei liebevoll in Kontakt zu gehen mit den Erfahrungen der eigenen Kindheit.

 

 

Herbstliche Grüße
Anke Mrosla

 

 

 


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Newsletter Archiv


Newsletter Nr 24, Frühling 2019

Newsletter Nr 25


Liebe Interessierte, Freunde und Entpanzerte

Der Sommer ist wieder da mit Wärme, Sonne auf der Haut und dem Versprechen von Fülle und Überfluss. Wie begrüßen wir den Sommer auf freudige Art, wenn es gleichzeitig die sorgenvollen Gedanken an ökologische Veränderungen, Klimawandel und sich mehr und mehr polarisierende politische Lager gibt?
Was heißt persönliche Verantwortung und wie wäge ich meine Bedürfnisse gegen die Notwendigkeit zu gesellschaftlichem Handeln.

Ein Text aus dem Songbook von Fridays for future (nach der Melodie von Bella ciao)

We need to wake up 
We need to wise up
We need to open our eyes 
Do it now now now 
We need to build a better future 
And we need to start right now

We’re on a planet 
That has a problem 
We’ve got to solve it 
Get involved 
Do it now now now 
We need to build a better future 
And we need to start right now

Make it greener 
Make it cleaner 
Make it last 
Make it fast 
Do it now now now 
We need to build a better future 
And we need to start right now.

Ich selbst befinde mich gerade in einem ziemlichen Dilemma. 
Meine spirituelle Schule führt mich zwei mal im Jahr in die Staaten um zu lernen und meinen Weg zu gehen. Das bedeutet vier Überseeflüge im Jahr. Wie kann ich das vor mir und den nachkommenden Generationen vertreten im Angesicht der unbestreitbaren Tatsachen, die vielen Zeitgenossen vor der Europawahl nochmals mit dem vielzitierten Rezo Video so deutlich vor Augen geführt wurde. Ehrlich gesagt: ich kann es nicht.
Gibt es einen Kompromiss? Wie wäge ich die Anforderungen des Weges und der Ausbildung, die ich liebe und die mich befähigt, andere mit diesem Wissen zu bereichern, gegen den Wahnsinn dieser dauernden Fliegerei.

Was also braucht es, um mit mir selbst ins Reine zu kommen?

Ich nehme für mich dazu die 7 hellen Pfeile in die Hand, ein Teaching des Sonnentanzweges der Süßen Medizin, also aus dem Wissen eben des Weges, der mich gerade durch seinen Ursprungsort in den USA vor das Problem stellt ;-)

Unsere Haltung und Herangehensweise bestimmt, wie wir mit den Pfeilen im Hellen und im Dunklen tanzen. 
Wenn ich an einer Situation nichts ändern kann, kann ich doch immer wählen, wie ich mich der Sache stelle. Bin ich Opfer oder übernehme ich Verantwortung und finde eine Entscheidung, durch die ich mit mir selbst im Reinen sein kann.

1 Selbstgewahrsein: S ich bin mir meiner Stärken und Schwächen bewusst und habe eine Vorstellung davon, was ich brauche um gut bei mir zu sein. ( ich sage ja, wo ich zu einer Aufgabe ja sagen will und kann)
Der dunkle Pfeil hier ist die Anhaften ( z.B. an den Gedanken, dass ich ja eh machtlos bin)

2. Selbstwert SW: ich begegne der Welt aus meinen Fähigkeiten und Fertigkeiten heraus ( ich tue mein Bestes)
Der dunkle Pfeil hier ist die Abhängigkeit ( zB von der Anerkennung anderer für meine Entscheidung, zu fliegen oder nicht zu fliegen )

3. Selbstakzeptanz W: Das Leben ist Training, ich darf soviel Fehler machen wie nötig
Im Dunklen haben wir hier Verurteilung: (ich verurteile mich selbst für meine Zerrissenheit mit dem Thema oder andere die mich vor das Problem stellen)

4. Selbstvergnügen NW : ich gönne mir Freude, die ich körperlich spüren kann
( ich suche die Möglichkeiten im Service zu sein für das Leben, die mir am meisten Genuss bringt)
Im Dunklen geht es hier um Vergleiche: ( z.B. wenn ich mich einschränke, müssen die anderen das auch tun)

5. Selbstliebe N: ich kann zu mir selbst stehen und weiß um die 5 menschlichen Reaktionen: Diese sind: ich liebe etwas, hasse es, mag es, mag es nicht oder es ist mir gleichgültig. Wenn genügend viele Menschen eine bestimmte Handlung beurteilen, werden alle 5 Reaktionen vertreten sein ;-) 
Im Dunklen habe ich hier Erwartungen ( z.B daran, dass man mich für meine Handlungen und Entscheidungen wertschätzt, sprich mich dafür liebt oder mag ;-))

6. Selbstaktualisierung NO: ich begegne dem Leben als Handelnde mit einer positiven Haltung und Herangehensweise; dadurch steigt mein Selbstwert
Der dunklen Pfeil hier trägt den Namen das bedürftige Kind: ( hier gebe ich die Verantwortung für mein Handeln ab und gehe ich Passivität)

7. Makellosigkeit O: mit Humor Dein Bestes geben und dabei anerkennen, dass auch das manchmal nicht genug sein könnte
Der dunkle Pfeil hier ist Selbstmitleid oder Selbstwichtigkeit ( ich mache mich zum Opfer der Umstände im Aussen ( z.B. Kapitalismus, politische Lethargie etc.) und leide, ohne noch zu handeln )

Ich weiß, dass die ökologische Krise und ihre Auswirkungen nicht auf der Ebene der Einschränkungen, die Einzelne sich auferlegen, gelöst werden wird. Auch wenn Viele, so wie ich, Ihren inneren Konflikt mit einem teilweisen „Konsumverzicht“ mildern und damit zugleich Zeichen zu setzen suchen für Politik und Wirtschaft. Wir alle leben in unserem Kulturkreis auf Kosten so vieler anderer Völker und Generationen, es gibt kein Leben mit weißer Weste. Und darum geht es auch nicht. Worum es jedoch geht ist, mit offenem Herzen zu meinen Entscheidungen stehen zu können. Das ermöglicht Leben im Jetzt und Präsenz mit allem, was ist.
Keiner von uns kann heute vermutlich ganz verstehen, wie sich Großmutter Erde tatsächlich ändern wird und was für Auswirkungen dann tatsächlich auf uns zukommen als ein Gesamtbild. Aber, dass es Auswirkungen gibt und sie sich mehren ist nicht zu bezweifeln.

Ich wünsche allen in diesem Sommer Musse zu entscheiden, wie sie die hellen Pfeile nutzen wollen um mehr und mehr mit sich selbst ins Reine zu kommen.

AM

Mein besonderes Angebot für Kurzentschlossene: 

Teilnahme am Familiencamp für Übergangsriten in Boecke zum  
Last Minute Preis: 230 Euro inkl. U&V
Es erwarten Dich Zeremonien, Teachings, Lieder und Geschichten, Zeit für Ruhe in Wald in Wiesen, Sternenhimmel, Zusammenkommkreise und Schwitzhütten. 

Anreise 16 Uhr am Mittwoch 26.6. 
Ende ca. 13 Uhr Samstag 29.6.
Unterkunft im eigenen Zelt

für Info und Anmeldung: familiencampposteode

und hier wieder die Literaturempfehlung: TRE Trauma Releasing Exercises von David Berceli
( gibt es zZt nur in englischer Sprache)


Das Buch stellt vor, wie unser Nervensystem mit traumatischer Energie umgeht und gibt mit den Grundübungen auch Laien wunderbare Selbsthilfemöglichkeiten an die Hand mit Alltagsstress umzugehen und diesen bei Bedarf zu entlassen. Die Übungen sind leicht verständlich erklärt, sie dienen dazu die Muskulatur im Körper zu ermüden und dann im zwiten Schritt vom Körper selbst herbeigeführtes Zittern und Schütteln zu induzieren. Diese unwillkürlichen Bewegungen ermöglichen im Nervensystem Loslassen und Entspannung. Die Methode ist kein Ersatz für therapeutische Begleitung bei tief gehenden Traumatisierungen aber großartig als unterstützende Massnahme für den täglichen Gebrauch. 
Herzliche Grüße

Anke Mrosla


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