Lebenswege Initiationen und Körperentpanzerung mit Anke Mrosla

Lebensweg - Anke Mrosla

Begleitung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Die Lebenswege sind eine Heilpraxis für Somatic Experiencing nach Peter Levine, Traumatherapie, Körperentpanzerung mit der Methode der Prozessorientierten Körpertherapie und Lebensberatung, sowie Übergangszeremonien und Übergangsriten. Ausserdem sind sie Schulungsort für schamanistisches Wissen in der Tradition der Rattlesnakeschule der Twisted Hairs.


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Die Lebenswege umfassen eine spirituelle Schule (Lodge) für Initiationen und Übergangszeremonien und  eine Heilpraktikerpraxis für Körperentpanzerung, Coaching und Traumaheilung.

Entstanden sind die Lebenswege aus den gesammelten Erfahrungen von 25 Jahren des Lernens, Arbeitens und Forschens auf den Gebieten Erziehung, Körperarbeit, Therapie und Spiritualität.

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Newsletter Nr 30, Winter 2020

Aktuelle Inspirationen aus meiner Arbeit

Übergangszeremonien heute

Die Bedeutung von Übergangzeremonien in unserer Zeit                                                13.11.2020


Die erste Regelblutung ist im Leben jedes zur Frau heranwachsenden Mädchens ein bedeutungsvoller Moment. Fast alle Frauen erinnern sich ihr Leben lang an die Umstände ihrer ersten Blutung und wie sie sich dabei gefühlt haben.

Stell Dir vor, Du hättest diesen Übergang vom Mädchen zur Frau in folgender Weise gefeiert:

„ Die jungen Frauen betreten das Tipi. Sie haben Ihre schönsten Kleider angezogen, sie sind gut vorbereitet auf diesen Moment. Es liegt eine fröhliche und gleichzeitig feierliche Atmosphäre in der Luft.
Ein Lied wird von den schon versammelten Frauen angestimmt: „Du bist eine schöne Frau, Du bist eine starke Frau…“
Es folgt eine Zeremonie, in der die jungen Frauen, die vor kurzem die Menarche (erste Regelblutung) erlebt haben, von den erwachsenen Frauen in den Kreis der Frauen aufgenommen werden. Sie bekommen in dieser Zeremonie Wissen über den weiblichen Zyklus vermittelt und es werden „Geschichten der Kraft“ über das Frausein erzählt. Die jungen Frauen teilen ihre Träume und Wünsche darüber, wer sie sein wollen, was sie gerade an Fragen bewegt und wo sie sich Unterstützung wünschen. Die Mütter werden von der Leiterin der Zeremonie geehrt für ihren Einsatz für die jungen Frauen während ihres Aufwachsen, für die Fürsorge und Liebe, die sie gegeben haben. Es ist ein bewegender Moment von Freude und großer Dankbarkeit. Die Frauen beschenken die jungen Frauen mit einem speziellen „Maidensbag“, einem Beutel, in den solche Gegenstände kommen, die die junge Frau an ihre Kraft und Schönheit erinnern. Es wird geweint und gelacht, da ist Berührung und Feierlichkeit.
Es wird auch über einen selbstverantwortlichen Umgang mit der eigenen Sexualität gesprochen und was die monatliche Fruchtbarkeit für eine junge Frau bedeutet im sinnlichen Spiel der Geschlechter.
Es wird gemeinsam gesungen und nach Beendigung der Zeremonie erwartet alle das von Brüdern, Onkeln und Vätern gerichtete Festmahl.“

Übergangsriten sind ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Seit jeher haben Clans, Familien und Stämme die Übergänge ihrer Mitglieder von einer Lebensphase in die andere, von einer Position in der Gemeinschaft in die nächste mit Zeremonien gefeiert.
Wie würdest Du heute auf Deine erste Regelblutung zurückschauen, wenn Du Deine körperliche Reife mit einem zeremoniellen Fest hättest feiern können? Wenn Du die „Geschichten der Kraft“ gehört hättest von älteren, reiferen Frauen, die du kennst und liebst – deine Schwestern, Mutter, Großmutter oder Tante - und hättest von ihnen hören können, wie sie gelernt haben zu sich selbst, ihrer Sexualität und ihren Wünschen und Vorlieben zu stehen?
Ähnliches gilt natürlich auch für die jungen Männer, die in ihrer eigenen Zeremonie gehört und gelernt hätten über männliche Kraft und Stärke. Sie lernen dabei die ersten Schritte in der Verantwortung für ihr Handeln, ihre Sexualität und ihren Samen.

 

Der Begriff Übergangsritus stammt von dem französischen Ethnologen Arnold van Gennep. Er beobachtete bei indigenen Völkern, dass sie diese natürlichen Übergänge als etwas ansahen, dass für den Einzelnen allein eine Gefahr darstellte und daher in der Gruppe gemeinsam rituell begangen werden musste.
Van Gennep entwickelte ein 3 Phasen Modell nach dem Übergangsriten strukturiert sind.
Er benennt sie unter anderem als Ablösungs, Zwischen- und Integrationsphase.

Die Ablösungsphase in unserem Beispiel der körperlichen Reife ist die Ablösung von der Kindheit.
Die Zwischenphase ist oftmals eine Zeit der Orientierungslosigkeit, wo der junge Mensch sich im Übergang von einer Identität in die andere befindet. Hier sind wir häufig besonders anfällig für negative Einflüsse aller Art, da wir unseren neuen Platz in der Familie / Gemeinschaft noch nicht kennen. Vielleicht erinnert sich beim Lesen der Eine oder die Andere an die Zeit der volatile Gefühle, der extremen Positionen und der inneren Unsicherheit…
Ähnliches gilt für die Ablösung von Single zur Partnerschaft, bei der ersten Mutter- oder Vaterschaft, beim Wechsel in die Menopause oder beim Ende des Erwerbslebens.

Mit der Integrationsphase ist - um bei unserem Beispiel zu bleiben - das Landen in der neuen Rolle als junge Frau, junger Mann gemeint. Sinnvolle Übergangsriten beinhalten immer auch das Aushandeln neuer Rechte und Verantwortlichkeiten, die mit dem sich verändernden Status einhergehen. Sie werden in der Zeremonie von der Familie und Gemeinschaft bezeugt und geben den jungen Männern und Frauen das Gefühl von Wert zu sein. Sie erleben unmittelbar die Anerkennung für den Wachstumsschritt, den sie durchlaufen haben.

Als Rates of Passage Zeremoniellsten erleben wir immer wieder, wie sehr diese speziellen Zeremonien und Übergangserfahrungen dazu beitragen, dass Jugendliche und Erwachsene eine stabile Orientierung für ihre eigenen Stärken und Schwächen und ein sicheres Selbstgefühl für ihren Platz in der Welt bekommen.
Übergangszeremonien haben einen positiven Einfluss auf unsere Identität als Männer und Frauen. Wie hätten wir unsere ersten intimen Erfahrungen wohl in Erinnerung, wenn wir Wissen über den unterschiedlichen Zugang von Männern und Frauen zum körperlichen Erleben gehabt hätten?
Für viele Erwachsene wäre sicher Einiges anders gelaufen, wenn sie bereits in ihrer Jugend die körperliche Reife mit Stolz und Freude hätten feiern können.
Ich hatte in den letzten fünfzehn Jahren das Glück viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu begleiten, die ihre Übergänge in dieser Art gefeiert haben. Es ist ein großes Geschenk zu beobachten, wie dabei Selbstbewusstsein, Selbstwert und Selbstliebe in den Menschen geweckt und nachhaltig genährt werden.
In unserem Familiencamp für Übergangszeremonien für Kinder, Jungendliche und Erwachsene wollen wir einen Raum schaffen, diese zeremoniellen Übergänge wieder mit Sinn und Bedeutung zu füllen.

3.11.2020
Die Jahresgruppe "Dancing the Wheels" hat im Coronajahr bislang zwei Treffen realisiert. Wir haben uns mit den Welten von Gro0ßmutter Erde beschäftigt, haben unsere persönliche Sitzplatzschlaufe nach der Erdastrologie von Sunbear kennen gelernt und werden uns im nächsten Modul mit der menschlichen Aura als magnetisch anziehendem Gedankenraum beschäftigen.


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